376 Werke gefunden. Gewässer und Meer sind verlockende Bildsujets. Wer sich ein Meer- oder Flussgemälde an die Wand hängt, kann jederzeit zu einer kleinen Reise aufbrechen und die Faszination von Wasser bei der Bildbetrachtung erleben.
Der Schweizer
Ferdinand Hodler, auch als Maler von Gebirgslandschaften bekannt, präsentiert uns den „Genfer See“ als überirdisch schönes Gewässer in strahlenden Blau- und Türkistönen, die in einen Himmel mit zahlreichen Wolken übergehen. Bäume, Gräser und Bergketten in der Ferne strahlen vom erhöhten Blickpunkt des Betrachters eine heitere Sommerstimmung aus.
Faszinierend, fast mystisch entrückt, malt William Turner „Der blaue Rigi“ am Vierwaldstättersee. Das 1842 entstandene Aquarell begeistert mit pastösen Farbtönen, entrückter Atmosphäre bei Sonnenaufgang und moderner Maltechnik, weswegen Turner nicht grundlos als Vorläufer impressionistischer Malweise angesehen wird.
Als überwältigende Naturgewalt präsentiert Hokusai Wasser. Der berühmte japanische Vertreter von farbigen Holzschnitten im Ukiyo-e-Stil versteht es in „Die Große Welle vor Kanagawa aus der Serie 36 Ansichten des Berges Fuji“ die Urgewalt von Wasser fühlbar zu machen. Selbst der Berg Fuji in der Ferne wirkt dagegen klein und machtlos. Der Japaner konzentriert sich auf wenige Farben. Daher wirkt dieser Holzschnitt besonders wuchtig und kontrastreich.
Gewässer kann in der Kunst auch genau umgekehrt wiedergegeben werden.
Frederic Edwin Church zeigt einen Gebirgssee, der zwischen hohen Felswänden eingebettet ist. Kein Mensch stört die stille und gleichzeitig raue Schönheit dieser erhabenen Natur.
Maler haben sich immer wieder Details von Wasser gewidmet. „Der Weg der Möwe“ von
Richard Willis zeigt primär aufgewühlte, grau-blaue See bei einbrechender Nacht. Mutig bahnt sich entlang des aufgepeitschten Wassers eine kleine Seemöwe von rechts nach links ihren Weg.
Felix Vallotton entwirft Wasser im harmonischem Wechselspiel mit Natur, während
Plinio Nomellini Meeresschätze in betörender Farbgebung hervorhebt.