51 Werke gefunden. Die Kunstrichtung des Surrealismus entstand um das Jahr 1920 in Frankreich. Der Surrealismus war eine revolutionäre Bewegung, eine neuartige Sicht der Dinge.
Schriftsteller und Künstler rückten all das, was nicht durch den menschlichen Verstand zu erfassen ist und in den tiefen des unbewussten schlummert in den Mittelpunkt. Es war die Verbindung vom vorgestellten und der wahrgenommenen Realität, welche die Surrealisten faszinierte. Es galt, die bestehenden regeln und gängigen Sichtweisen zu brechen und die Gesetze der Logik und Vernunft außer Kraft zusetzen. Surrealität, das ist die Auflösung der Gegensätze Traum und Wirklichkeit in eine absurde Realität, in etwas Unwirkliches. Die Motive auf surrealistischen Gemälden scheinen oft nicht zusammen zu passen oder sich widernatürlich zu verhalten, wie die berühmten zerfließenden Uhren. Der Surrealismus soll das Unbewusste und Übernatürliche, Fantastische und Absurde ausdrücken. Der Künstler folgt dabei seiner spontanen Eingebung. Das Unbewusste soll sich ohne Kontrolle äußern können, wenn Formen und Farben auf Papier gebracht werden. Der Vorläufer des Surrealismus ist der Dadaismus, der für einen spielerischen und absurden Stil steht. In beiden Kunststilen geht es darum, die Normen der schönen Künste zu brechen und alte Hierarchien zu stürzen.
Der erste Maler des Surrealismus war Max ernst. Er hatte sich dem stillosen Malen und dem Dadaismus verschrieben und erfand einige neue Maltechniken und das automatische Schreiben. Bekannt ist den meisten außerdem Salvador Dalí, der teils wahnhafte Bilder erschuf, wie seine berühmten schmelzenden Uhren oder brennenden Giraffen. Und obgleich
Hieronymus Bosch lange vor der Begründung des Surrealismus lebte, kann man auch seine Werke dieser Kunstrichtung zuordnen. Denn er bewegte sich wie kein anderer auf der Grenze zwischen Paradies und Hölle und schuf eine skurrile Welt der Lust und des Schreckens.