150 Werke gefunden. Indianer als mutige und furchtlose Kämpfer, prachtvoll geschmückt mit farbenprächtigen Federn. Naturverbundene Wilde auf Büffeljagd, inmitten sanfter Hügel und an Ufern unberührter Flüsse.
Oft wird die Darstellung von Indianern in der Kunst als stereotyp gescholten. Dabei ist zu bedenken, dass viele Bilder von Indianern und dem Wilden Westen entstanden sind, noch bevor die Fotografie vermocht hätte, die tatsächlichen Lebensumstände der amerikanischen Ureinwohner abzubilden.
Die Künstler versuchten, ihrem zeitgenössischen Publikum Informationen zu vermitteln, die sonst nirgendwo verfügbar waren. Ihnen war wichtig, Bildern von Indianern zu zeigen, die keine Bedrohung für Amerikaner darstellten. Frühe amerikanische Künstler, die Indianer zeichneten, stellten Indianer und ihre Territorien zu einer Zeit dar, als diese gerade aus diesen vertrieben werden sollten. Obwohl viele politische Vereinbarungen nur unter Zwang von Indianern unterzeichnet wurden, zeigte man sie gerne bereitwillig Abtretungsverträge unterzeichnend wie in
William Penns Bild „Vertrag mit den Indianern im November 1683“.
Andere Darstellungen wollten statt Angst vor Indianern Mitleid für ein verschwindendes Volk hervorrufen - wie
Joseph Wright of Derbys „Witwe eines indianischen Häuptlings“.
Werden Indianer als „edle Wilde“ romantisch verklärt, ist darin der Versuch zu sehen, das indianische Volk zu schützen, damit man ihm nicht alleine im Krieg begegnen muss. Viele Porträts von Indianern sollen friedfertige, dialogbereite Mitmenschen zeigen, die zwar exotisch anmuten, aber den Blick des Gegenübers zulassen, erwidern und den Betrachter direkt anzusehen scheinen. Der Amerikaner
George Catlin (1796-1872) nannte seine Porträts von Indianern mit Tomahawk und bunter traditioneller Bemalung eine „Sammlung von Würdenträgern der Natur“. Er schrieb:
„Die Kunst wird noch um diese Menschen trauern, wenn sie von der Erde vertrieben wurden. Die Künstler der Zukunft werden dann vergebens nach einer anderen Rasse suchen, deren Kostüme, Waffen, Farben, Rituale und Jagd so malerisch sind.“